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Samida - Wissenschaftskommunikation im InternetBearbeiten

2.3.1 Elektronische Post/Email

  • Brief/Telefon/Fax weitestgehend von Internetdiensten abgelöst
  • mehrere Gründe hierfür sind:
  1. elektronische Briefe = schnellere Zustellungsart als konventioneller Brief
  2. Email ermöglicht asynchrone Kommunikation --> Zeitpunkt des Reagierens kann selbst ausgesucht werden (nicht wie z.B. beim Telefon)
  3. elektronische Form einer Textmitteilung kann gleich weiterverarbeitet werden + Versendung von zusätzlichen Dateien (Bilder, Ton, Videos) möglich
  4. Emails können ohne großen Aufwand an mehrere Leute gleichzeitig verschickt werden
  • Einsatz von elektronischen Medien hat sich in der wissenschaftliche Arbeit mittlerweile durchgesetzt
  • ältere wie auch jüngere Wissenschaftler/Professoren nutzen das Angebot
  • aber: Wissenschaftler kennen oft nicht Unterschiede zwischen Newsgroups, Mailinglisten o.ä.
  • Webforen werden kaum genutzt aufgrund qualitativer Aspekte, da kaum Wissenschaftler dort kommunizieren
  • dienstliche Nutzung v.a. im wissenschaftlichen Austausch bzw. zur Kontaktaufnahme zu Wissenschaftlern im Ausland --> internationale Kontakte können schnell etabliert und produktiv genutzt werden
  • Kritik:
  1. Schnelle Kommunikationsmöglichkeiten üben Zeitdruck auf Wissenschaftler aus
  2. Rückfall in eine Zeit "vor der ersten gedruckten Zeitschrift" befürchtet
  3. Kommunikation findet nur noch im privaten Kreis statt (Email)
  • aber: aufgrund zunehmender Medienkompetenz unter Wissenschaftlern --> Selektionsprozess, um Beantworten von Emails nach ihrer Priorität zu etablieren
  • weiterhin: wissenschaftlicher Austausch/Diskurs gab es schon seit den gedruckten Zeitschriften auch weiterhin in Zirkeln/Kreisen --> Furcht vor dem "elitären Kreis des wissenschaftlichen Austauschs" unbegründet
  • elektronische Post nicht mehr aus dem Alltag des Wissenschaftlers wegzudenken

2.3.2 Diskussions-und Kommunikationsformen

  • verschiedene Formen von Diskussions-bzw. Kommunikationsformen (außer Email)
  1. Mailing-Listen
  2. Usenet-Newsgroups
  3. Internet Relay Chats (IRC) (findet im wissenschaftliche Betrieb kaum Verwendung)
  • Newsforen nach dem Prinzip eines "Schwarzen Brettes" <---> Mailinglisten nach Prinzip eines Zeitungsabos (beides: Gruppenmedien)
  • Newsgroups:
  1. Holddienste
  2. eingehende Nachrichten werden nicht zentral gesammelt, sondern über spezifischen Server über Kopien auf andere Server verbreitet und dann veröffentlicht
  3. User muss selbst aktiv werden, um sich Bild von der Situation zu machen
  4. keine Anmeldung für eine Beteiligung nötig
  • Mailinglisten:
  1. Bringdienste bzw. Push-Technologien
  2. Anmeldung nötig
  3. alle eingehenden Beiträge werden automatisch an alle Abonnenten in deren Emailkonten geschickt
  4. User hat passive Haltung
  5. Voraussetzung: Regelmäßiges Abrufen der Emails
  • "Mehrwerteffekte" der elektronischen Kommunikationsforen:
  1. auf Interaktion angelegt
  2. Austausch mit anderen Menschen möglich, mit denen man sonst womöglich nie hätte sprechen können
  3. heterogene Zusammensetzung der Diskussionspartner --> große fachliche Breite bzw. Diskussion aus unterscchiedlichen Perspektiven möglich
  4. bauen Hierarchien ab

2.3.2.1 Newsgroups

  • sind durch Toplevel-Hierarchie geordnet
  • Gruppenkennzeichnung z.B. mit ".sci" (für Sciene), "rec." (für recreation/Hobbys) oder ".alt" (für Alternative Gruppen)
  • mit fortschreitender thematischen Tiefe --> Gruppen werden spezialisierter
  • jedoch: Wissenschaftler diskutieren kaum in solchen Groups
  • Wissen über Newsgroups nimmt nit zunehmendem Alter (der Wissenschaftler) ab
  • vielen Wissenschaftlern ist Unterschied zwischen Newsgroup und Mailingliste nicht klar
  • Verlauf einer Diskussion in einer Newsgroup gekennzeichnet durch:
  1. Dominanz individueller Interessen
  2. ursprüngliches Thema/Problem kann aus dem Auge verloren werden
  3. Dialoge zwischen z.B. zwei Diskussionspartner, die vom wissenschaftlichen Arbeiten nicht mehr viel haben (z.B. durch saloppe Ausdrücke, Dialekt o.ä.)
  4. Distanz zur Thematik und zum Diskussionspartner wird vermisst

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