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- Zwischen 1750 und 1770 großes Vorbild der nachkommenden Generation der Stürmer und Dränger

Ø - „viel bewundert, aber wenig gelesen“ (Lessing)

Ø - Modell für Hölderlins Lyrik

Ø - Verfasser bedeutender Oden

Ø - Klopstocks Dichtungen gehören um 1770 zum selbstverständlichen Allgemeingut der jungen Generation

Ø - wurde insbesondere deswegen geschätzt, weil in seinen Dichtungen die Möglichkeit gegeben schien, Gefühle in angemessener Weise auszudrücken

Ø - Klopstock wollte mit der Sprache der Literatur und mit den Versformen in Epos und Lyrik die göttliche Ordnung und die Beziehung des Menschen zu dieser verherrlichen

Ø - „heilige Poesie“ bezeichnet den Versuch, mit dichterischen Mitteln Göttliches zu evozieren

Ø - Klopstock wollte die Dichtung ganz in den Dienst der Religion stellen und sie damit heteronomen Zwecken unterordnen

Ø - Stellte die Würde und damit Autonomie des Dichters in den Vordergrund, dem er als einem Verkünder des Absoluten prophetische Funktionen zuwies

Ø - Klopstock soll verstanden werden als einer der bedeutendsten Gegner des dogmatischen Rationalismus Gottschedscher Prägung, dem es darum ging, der Dichtung und dem Lebensgefühl des 18. Jh. Dimensionen zu erschließen, die in den utilitaristischen Poetikkonzeptionen keinen Platz hatten

Ø - Gefühl, Vorstellungskraft, Lob menschlicher Freundschaft und staunende und überwältigte Aufnahme des Göttlich-Erhabenen brachten Klopstock in die Literatur der Aufklärung ein

Ø - Er bereicherte das Bild und die sprachliche Artikulationsfähigkeit menschlicher Subjektivität, die er aber immer an das Ganze einer göttlichen Ordnung binden wollte

Ø - Hatte immer positiven Bezug zu den irdischen Dingen

Ø - Tolerantes Verständnis menschlicher Sünden und große Offenheit gegenüber den Elementen der göttlichen Schöpfung

Ø - Optimistisches Weltbild, Vertrauen in die Güte Gottes und seiner Ordnung, weitgehende Distanz gegenüber der christlichen Erbsündenlehre, gewisse Nähe zu der Position des Panentheismus (Vorstellung, dass alle Dinge der Welt am Göttlichen teilhaben)

Ø - Die Herrlichkeit der Schöpfung gilt als Zeichen für die Größe des Schöpfers

Ø - Überwältigung des endlichen Subjekts im Angesicht des Unendlichen

Ø - Seine Dichtung entwickelt sprachliche Möglichkeiten, Naturhaftes zu beschreiben, das nicht unter der Verfügungsgewalt des Menschen steht, sondern als unmittelbare Erscheinung des Göttlichen einen Eigenwert gewinnt

Ø - Es gelingt Klopstock, in einer gefühlvollen und damit die Subjektivität nicht ausgrenzenden Weise die Natur darzustellen, ohne diese zum Objekt menschlichen Interesses zu degradieren

Ø - Poetik des Erhabenen ist bei Klopstock ein Mittel der literarischen Aufklärung, die Aporien einer rationalistischen ‚Dialektik der Aufklärung‘ zu überwinden

Ø - Klopstock als Vorläufer einer Naturlyrik

Ø - Herrlichkeit der Natur als ein Zeichen der Herrlichkeit Gottes, Größe der Natur macht die Größe ihres Schöpfers ‚sichtbar‘

Ø - Klopstock, geb. am 2. Juli 1724 in Quedlinburg

Ø - Besuchte von 1739 bis 1745 die Landesschule Pforta

Ø - Studierte bis 1748 Theologie in Jena und Leipzig

Ø - Bereits 1748 wurde in den Bremer Beiträgen u.a. die drei ersten Gesänge des „Messias“ veröffentlicht, der erst 1772 fertiggestellt wurde

Ø - 1754 heiratet Klopstock die Hamburger Kaufmannstochter Meta Moller um die er nach ihrem Tod 1758 lange trauerte

Ø - 1750 erhielt Klopstock vom dänischen König eine jährliche Pension, die es ihm ermöglichen sollte, den „Messias“ fertigzustellen

Ø - Er zog nach Koppenhagen und führte als (fast) erster Dichter das Leben eines (relativ) freien Schriftstellers

Ø - 1770 ging Klopstock nach Hamburg zurück, wo er bis zu seinem Tod lebte

Ø - Kommentierte die Zeitereignisse, u.a. den wechselvollen Verlauf der frz. Revolution, in bedeutenden Gedichten

Ø - Er starb 1803

Ø - Stoffliche Grundlage des Messias-Epos sind die Evangelien, die Apostelgeschichte und die Apokalypse

Ø - Schiller bezeichnet Klopstocks Sphäre als das Ideenreich, er führe alles, das er bearbeitet ins Unendliche, er ziehe allem, was er behandele den Körper aus, um es zu Geist zu machen

Ø - Wie kein anderer Dichter seiner Zeit vermochte Klopstock die Stellung und das Ansehen der Dichter zu verbessern

Ø - 1774: „Deutsche Gelehrtenpolitik“: Utopischer Plan; stellt ein kulturpolitisches Modell dar, mit dem der Einfluss der Literatur auf die gesellschaftliche Entwicklung befördert werden sollte...

(Quelle: Hofmann 1999: 115-123)

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