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Waltz AllgemeinBearbeiten

- geht in "Man, State and War" um Kriegsentstehung, Waltz untersucht alle bisher aufgestellten Theorien

- unterscheidet "three images of war", 3 Ebenen werden untersucht: Menschen - Staat - System

- Vorwurf an traditionelle Realisten (Morgenthau...) > die mixen ja das alles zusammen

- als Wissenschaftler der IB reicht es sich auf sparsame Theorien zu stützen/ muss mit wenig Variablen viel erklären

--> Programm des Neoliberalismus

- Versuch des Entwurfs einer sparsamen IB Theorie mit Bedienung an an verschiedenen Wissenschaften

-Zwänge des vorhandenen Systems wirkt auf alle Staaten gleich (daher kann man Staatsformen etc. aus den Variablen raus lassen)

--> geht um das Überleben jedes Staates! (siehe Darwin, der Stärkste überlebt)

-manche Staaten sind durch Ressourcen/Macht erfolgreicher im Kampf gegen dieses System der Anarchie

--> Staaten, die sich nicht um Sicherheit und Überleben als oberstes Ziel kümmern, gehen unter/verschwinden!

(wie in Wirtschaft die Gewinnmaximierung)

-->Analogie mit Ökonomie!

(siehe Kaplan, der größte Teil verhält sich so, individuelle Ausnahmen können vernachlässigt werden)

- Kooperation zwischen Firmen allerdings leichter, als bei Staaten, weil Staaten a) territorial gebunden/unflexibler sind b) Staaten immer Angst haben müssen, dass andere Staaten mehr aus Kooperation gewinnen

> in der Anarchie ist jeder Gewinn eines anderen Staates ein Verlust für "mich" und jeder Staat ist der potenzielle Feind von morgen Oo

- kleine Staaten gehen ein Bündnis ein, wenn sie um Überleben fürchten (= Balance of power)

--> Staat ist so IMMER von Angst getrieben

-Bündnisse, die sehr groß sind, zerfallen daher schneller

--> dauerhaft friedliche Intentionen anderer Staaten...unglaubwürdig, sollte nicht darauf vertrauen

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Waltz 4: Reduzierende und systemische TheorienBearbeiten

  • Theorien sind fundamental für die Wissenschaft
IBearbeiten
  • Theorien von IB handeln von Begebenheiten auf allen Leveln, unter- und überstaatlich
  • Theorien sind nicht reduzierend oder systemisch in Bezug auf die Dinge, die sie untersuchen, sondern in Bezug darauf, wie sie ihr Material arrangieren
  • Reduktionistische Theorien: erklären internationale Ergebnisse (outcomes) durch Elemente und/oder Kombinationen von Elementen auf nationalen und internationalen Leveln!

>>> interne Kräfte produzieren externe Ereignisse (? < zweifelt W ja an XD)

- beschreiben das Verhalten von Teilen, wenn das geschehen ist, ist keine weitere Mühe nötig

- intern. Ergebnisse sind simpel die Summe von Resultaten die von verschiedenen Staaten produziert

werden und das Verhalten von jedem ist wiederrum durch interne Charakteristiken erklärt

W: - aber: von Attributen kann nicht auf Ergebnisse geschlossen werden! Sie hängen genauso von Situationen

ab, in denen die Akteure sich befinden (+ ihre Attribute)

  • Hobson und alle mit ihm haben es also falsch erklärt
  • nicht nur Krieg und Frieden, internationale Politik allgemein wird durch Studien der Staaten und der Staatsmänner, der Eliten und der Bürokratie...verstanden
  • politische Wissenschaftler vergegenständlichen ihre Systeme, indem sie sie auf ihre handelnden Teile reduzieren
  • egal ob traditionell oder wissenschaftlich orientierte Modernisten, sie haben eine ähnliche Methodik, auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint
  • Traditionalisten. : Betonung der strukturellen Unterscheidung zwischen nationaler und internationaler Poiktik
  • Modernisten: Verneinen diese Unterscheidung

>>> trotz der angeblichen Unterschiede konzentrieren beide sich auf die handelnden Einheiten ("wer tut was um das Ergebnis zu produzieren"), teilen den Glauben, dass man Erkärungen von Ergebnissen der internationalen Politik aus Aktionen und Interaktionen von Staaten und anderer Akteure gewinnen kann

  • Kissinger (und Morgenthau) (beide Traditionalisten): Erhalt von Frieden und Bewahrung intern. Stabilität hängt von den Einstellungen und internen Charakteristiken der Staaten ab
  • Kissinger: eine internationale Order ist legitim, wenn sie von allen Hauptmächten akzeptiert wird, wenn die meisten sie ablehnen, ist die Order revolutionär
  • = legitime Anweisungen bringen eher Frieden und Stabilität/ tendieren dazu, eine revolutionäre zu Krieg und Instabilität
  • wenn das System auf seine handelnden Teile reduziert wird, kann das System nur anhand der Charakteristiken der Hauptakteure bestimmt werden
  • Waltz: Aber selbst wenn jeder Staat stabil ist, kann es sein, dass es die Welt der Staaten nicht ist - selbst, wenn man sich nicht für das interessiert, was die Nachbarn tun, muss man immer noch damit rechnen,das Gefahr für die eigenen Sicherheit von ihnen ausgeht

>>> es ist NICHT möglich Weltpolitik einfach dadurch zu verstehen, dass man in das Innere der Staaten schaut!


  • die Struktur von internationaler Politik bleibt ziemlich konstant, Ereignisse wiederholen sich unendlich und Beziehungen, die bestehen, ändern sich nur langsam in Typ oder Qualität
  • Interaktionen passieren auf dem Level der Staaten, nicht auf dem Leven des Systems - ohne die Situation zu kennen, kann man nicht auf Ereignisse schließen/sie erklären
  • wenn eine bestimmte Ursache Krieg verursacht, muss man sich doch wundern, wieso Krieg immer wieder kommt, wenn die Ursachen sich ändern
IIBearbeiten
  • Nationen ändern sich in Bezug auf ihre Form und ihre Ziele (technologische Vorteile werden erzielt, Waffenkunst wird transformiert, Bündnisse werden verfälscht oder unterbrochen )

= Änderungen innerhalb des Systems und diese Änderungen helfen Variationen von Ergebnissen in der nationalen Politik zu erklären!

  • Änderungen auf der Ebene des Systems können getrennt von Änderungen auf der Ebene der einzelnen Teile gehandhabt werden
  • Hintergrund dabei: Wenn die gleichen Effekte aus unterschiedlichen Gründen auftreten, scheint es zwingend zu sein mit anderen Variablen zu arbeiten, die Ergebnisse berühren (also nicht mit den einzelnen Staaten sondern mit dem System als Ganzes)

--> Gründe/ Ursachen auf dem Level der einzelnen Teile (units) und auf dem des Systems interagieren, darum kann eine Erklärung, die NUR auf dem Level der einzelnen Teile angesiedelt ist, nicht anders als falsch sein


  • Theorien werden konstruiert - um dies zu tun, muss man von der Realität abstrahieren und das Meiste beiseite lassen, was man sieht und erfährt
  • Naturwissenschaftler z.B. suchen nach Einfachheiten (elegante Theorien über elementare Teilchen), Studenten der IB hingegen versuchen näher an die Realität der internationalen Praxis zu kommen und den empirischen Gehalt ihrer Studien zu verbessern, wodurch sie ihre Studien immer mehr verkomplizieren und immer mehr Variablen hinzu fügen
  • die Themen von NW und IB sind komplett verschieden, aber dieser Unterschied vernichtet nicht gewisse Chancen und Möglichkeiten: Was auch der Gegenstand der Untersuchung ist, wir müssen unser verfügbares Material vereinfachen, es auf zentrale Punkte konzentrieren, es organisieren und die stärksten treibenden Kräfte heraus filtern
  • größte Frage der IB: Wie kann man eine System - Theorie der IB entwickeln?
  • seit die Varietät der Akteure und die Variationen derer Aktionen sich nicht mit der Varietät der Ergebnisse deckt, wissen wir, dass systemische Ursachen im Spiel sein müsse

--> System - Theorie ist also nötig und möglich!

  • sie kann viel besser erklären, welche und wie viele Aktionen von Staaten wirklich welche Ergebnisse hervor bringen
  • eine Theorie der IB kann uns sagen, welche Ergebnisse aus IB erwartet werden
  • eine Theorie hat immer erklärende und voraussagende Kräfte: Innerhalb eines Systems erklärt die Theorie warum manche Dinge sich immer wieder wiederholen, Dinge die gleich bleiben etc., aber keine Veränderungen
  • Strukturen/ Systeme halten für eine lange Zeit - deswegen ist eine System - Theorie aber nicht gleich statisch, sondern ebenso dynamisch wie andere Theorien
  • Struktur ist damit in gewisser Weise ein leeres Konzept (empty concept), das dadurch aber an Eleganz und Stärke gewinnt - es verliert sich nicht in Details, sondern erklärt die großen Zusammenhänge, die wichtigen großen Wegen
  • auch Strukturen können sich verändern, was geradezu revolutionär ist, da dadurch neue Erwartungen über mögliche Ergebnisse entstehen, in Bezug auf die Aktionen und Interaktionen der einzelnen Akteure


  • jede Macht betrachtet den Verlust einer anderen Macht als ihren Gewinn - selbst wenn es eine Chance gibt, dass alle kooperieren und dadurch Gewinn machen, ist immer noch die große Angst da, dass der Vorteil von einem der anderen Mächte größer ist als der Eigene und dieser dann in militärische Macht gegen einen selbst verwendet werden kann
  • eigene Sicherheit hängt auch immer von Politik aller ab
  • Krieg wird daher immer wahrscheinlich sein!
  • Analogie zum Markt (Wirtschaft)
  • System - Theorie handelt von ven Kräften und der Politik die auf internationaler Ebene im Spiel sind, nicht auf nationaler
  • Fragen über Verhalten und Ergebnisse können nicht durch innere Qualitäten der Staaten beantwortet werden, sondern durch ihren Platz innerhalb des Systems (mit Bezug auf alle Akteure um sie herum)
  • das Schicksal aller (ob Staaten oder Firmen) hängt immer von den Aktionen und Interaktionrn ein paar weniger Mächtigen ab
  • sich auf die Größere zu konzentrieren heißt nicht, dass man die Kleineren aus den Augen verliert, man muss sich eben nur auf die konzentrieren, die den größten Unterschied machen

>>> eine allgemeine Theorie der intern. Politik muss zwangsläufig auf die Großmächte ausgerichtet sein


IIIBearbeiten
  • Struktur = meint alles inklusive, nichts Bestimmtes mehr
  • I = Struktur bezeichnet eine kompensierende Anordnung, die eine Einförmigkeit der Ergebnisse trotz sehr varbaibler Inputs beschreibt ; II = Struktur bezeichnet eine Reihe von zwanghaften Bedingungen : Struktur wirkt als Selekteur
  • Auftraggeber und Agenturen (agents und agencies) agieren, Systeme als Ganzes nicht - aber die Aktionen der beiden werden von der Struktur des Systems beeinflusst!
  • Struktur beeinflusst das Verhalten innerhalb des Systems nicht direkt, aber indirekt (Effekte geschehen durch zwei Wege: Sozialisation der Akteure und durch Wettkampf zwischen ihnen)
  • Sozialisation, egal ob bei Menschen, Firmen oder Staaten: Akteur A beeinflusst B, B ändert sich, diese Änderung hat wiederrum Einfluss auf A - beide beeinflussen sich aber nicht nur gegenseitig, sie sind auch von der Situation beeinflusst, in denen ihre Interaktionen stattfinden

--> Aktionen ändern sich je nach Struktur der Situation! (Menschen verhalten sich z.B. in der Gruppe auch anders als alleine etc. ...)

  • Wettbewerb beeinflusst Aktionen genauso - das Verhalten wird so gewählt, dass es (in der Wirtschaft z.B.) den größten Gewinn bringt
  • Firmen werden automatisch dazu gebracht ihr Verhalten so anzupassen, dass es sozial akzeptiert wird und Erfolg bringt, sonst gehen sie Bankrott und fallen aus dem Markt heraus (sind von der gesamten Situation abhängig, Konkurrenz, Lage etc.)

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